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100 Jahre slowenische Comics

Die Ausstellung zum 100-jährigen Jubiläum des slowenischen Comics zeigt 24 Comic-Schaffende, von Hinko Smrekar bis zu zeitgenössischen Stimmen. Zur Eröffnung Gespräch mit den Comicautoren Ciril Horjak und Zoran Smiljanić, musikalisch begleitet vom Zaa Zaa Trio.

Wann
Dienstag, 13. Oktober 2026
19.30 Uhr
Wo
SKC Korotan
Albertgasse 48, 1080 Wien
Einladung (PDF)

PartnerIn Zusammenarbeit mit dem ergänzenden Slowenischunterricht in Wien, dem Slowenischen Institut in Wien, der Slowenischen Initiative Wien, dem Bibliothekarsverein Dolenjska und der Bibliothek Miran Jarc Novo mesto

Zur Veranstaltung

Anlässlich des bevorstehenden 100-jährigen Jubiläums des slowenischen Comics ist eine Übersichtsausstellung entstanden, die uns auf eine Zeitreise durch die Geschichte und den Stellenwert dieses Mediums in der slowenischen Kulturlandschaft einlädt – von den historischen Anfängen bis zu den Errungenschaften der Gegenwart.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Iztok Sitar, einem renommierten slowenischen Comiczeichner und Publizisten, der für seine umfangreichen Forschungen zur Geschichte des Comics bekannt ist. Sie zeigt die Geschichten von Autoren sowie Verlegern und veranschaulicht, wie sich der Comic im Spiegel gesellschaftlicher Umstände, politischer Umbrüche und ästhetischer Tendenzen kontinuierlich verändert und weiterentwickelt hat. Der chronologische Überblick präsentiert 24 slowenische Comic-Schaffende: von Pionieren wie Hinko Smrekar, Milko Bambič und Marjan Amalietti bis hin zu zeitgenössischen Stimmen wie Gašper Krajnc und Katarina Šeme.

Die Veranstaltung ist Teil von Knjigotapljenje – den slowenischen Bücherbegegnungen in Wien am 13. und 14. Oktober 2026.

Ciril Horjak – Dr. Horowitz ist akademischer Maler, Comiczeichner, Illustrator und Dozent. Er ist Autor zahlreicher Comics, Mitautor von Sachbüchern und Handbüchern sowie Autor des ersten slowenischen Comic-Lehrbuchs „Najmanjša velika enciklopedija stripa“ (Die kleinste große Enzyklopädie des Comics). In seiner Doktorarbeit beschäftigt er sich eingehend mit der sequenziellen Artikulation im Werk von Hinko Smrekar. Als hervorragender Pädagoge mit außergewöhnlichem sozialem Gespür engagiert er sich aktiv für die Integration benachteiligter Gruppen und entwickelte zudem ein Bildungskonzept auf der Grundlage von Comics. Für seine pädagogische Arbeit erhielt er 2011 den Preis des Andragogischen Zentrums Sloweniens. Sein Lehrcomic „Endodontostrip“ (Endodontocomix) über die endodontische Zahnbehandlung fand auch international große Beachtung. Für das Europäische Parlament erstellte er gemeinsam mit Andrej Miholič den Comic „MOČ EVROPE: strip o Evropski uniji“ (Die Kraft Europas – ein Comic über die Europäische Union).

Im Laufe seiner Karriere schuf er mehrere tausend Illustrationen für Zeitungen, Zeitschriften und Bücher. Seine Werke wurden auch in internationalen Medien veröffentlicht, darunter im britischen „The Guardian“, in der französischen Zeitung „Le Monde“, in der „Chicago Tribune“ und in der deutschen „Die Zeit“. Zu seinen herausragenden Werken zählt der Comicband „Kralj Ubu“ (König Ubu), der in Zusammenarbeit mit dem Slowenischen Theaterinstitut, dem Theaterinstitut Zbigniew Raszewski in Warschau und dem Theaterinstitut Divadelný Ústav in Bratislava nach dem berühmten Drama des französischen Schriftstellers Alfred Jarry entstand.

Für sein künstlerisches Schaffen erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter im Jahr 2024 den Preis des Prešeren-Fonds für seine Leistungen im Bereich Illustration und Comic.

Zoran Smiljanić, der auch unter dem Pseudonym Vittorio de la Croce bekannt ist, ist Comiczeichner, Illustrator, Karikaturist, Drehbuchautor und Publizist. Sein Werk umfasst Kulttitel wie „Hardfuckers“ und „Hiša Metoda Trobca“ (Das Haus von Metod Trobec), die Comic-Serie „Meksikajnarji“ (Die Mexikaner) sowie zeitgenössische biografische Comics über Ivan Cankar, Jože Plečnik und Karl Destovnik – Kajuh. Die Serie „Meksikajnarji“ (Die Mexikaner), eine epische Saga über slowenische Freiwillige, die in den Jahren 1864–1867 in Mexiko für Kaiser Ferdinand Maximilian von Habsburg, den jüngeren Bruder von Franz Joseph I., kämpften, erschien auf Deutsch beim österreichischen Verlag Bahoe Books. Im Jahr 2011 schuf er für die slowenische Nationalversammlung das Comic-Lehrbuch „Ustava v stripu“ (Die Verfassung im Comic).

Anlässlich des hundertsten Jahrestags des Brandanschlags auf das slowenische „Narodni dom“ in Triest schuf er gemeinsam mit dem Historiker Dr. Ivan Smiljanić den vielbeachteten historischen Comic-Band „Črni plamen“ (Die schwarze Flamme), der 2020 den Preis für die beste originelle Comic-Veröffentlichung des Jahres erhielt. Sein neuester biografischer Comic „Fritz Lang: Ljutomer – Berlin – Hollywood“ ist dem österreichisch-amerikanischen Filmregisseur und Drehbuchautor Fritz Lang gewidmet, dem Schöpfer des Kult-Science-Fiction-Films „Metropolis“, der sich in Ljutomer (bei Grossmann – einem Pionier des slowenischen Films) für das Kino begeisterte. Er veröffentlicht im In- und Ausland, seine Comics wurden in mehrere Fremdsprachen übersetzt und sind für das österreichische Publikum im Verlag Bahoe Books erhältlich.

Für sein Werk erhielt er mehrere Auszeichnungen, darunter den Ehrenpreis „Hudi maček“ für seinen herausragenden Beitrag zur Comic-Kunst (1. Grossmann-Festival für Fantastik und Comics, 2019) und den „Zlatirepec“-Preis für den besten Originalcomic in slowenischer Sprache (2019).

Das 2023 gegründete Zaa Zaa Trio vereint drei Musiker unterschiedlicher Herkunft, die durch die gemeinsame Vision verbunden sind, ein zeitgemäßes und authentisches Paradigma für die Kammermusik zu entwickeln. Alle drei Musiker sind an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ausgebildet und verbinden eine fundierte Kenntnis des traditionellen Repertoires mit umfassender Erfahrung in zeitgenössischen Musiksprachen. Die intensive Auseinandersetzung mit Neuer Musik – in Studium, Aufführung und Vermittlung – bildet einen zentralen Schwerpunkt der künstlerischen Arbeit des Trios. Erfahrungen auf höchstem Niveau bei führenden Wiener und internationalen Ensembles wie Klangforum Wien, PHACE, Platypus Ensemble oder Ensemble Wiener Collage fließen in die gemeinsame Arbeit ein. Die intime Besetzung des Trios ermöglicht es, auch komplexe Repertoires präzise und zugleich zugänglich für ein breites Publikum zu gestalten. Die Mitglieder des Zaa Zaa Trio sind international aktive Musiker mit starker Verankerung in der Wiener Musikszene.

Der in Italien geborene Geiger Paolo Vuono ist als Solist, Kammer- und Orchestermusiker tätig und verfolgt derzeit ein künstlerisches Doktoratsstudium an der mdw mit Schwerpunkt auf zeitgenössischer Musikpraxis. Er gewann den 1. Preis beim Boris-Pergamenschikow-Wettbewerb.

Der Wiener Cellist Manuel Schager studierte Konzertfach Violoncello und Instrumentalpädagogik an der mdw Wien. Sein Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischer Musik. Er ist Mitglied des Ensembles Wiener Collage, arbeitet regelmäßig mit PHACE und tritt bei Festivals wie Wien Modern, Klangspuren Schwaz und Zeitimpuls Innsbruck auf.

Der slowenische Pianist Jan Satler, ehemaliger Lehrbeauftragter an der mdw (Young Artist in Residence), ist derzeit Mitglied und Organisationsleiter des Platypus Ensemble. Er wirkte bei über hundert Uraufführungen mit und musiziert mit führenden österreichischen Ensembles der zeitgenössischen Musikszene.

Gemeinsam versteht sich das Zaa Zaa Trio als interpretierende, vermittelnde und mitgestaltende Einheit zwischen Komposition, Stadtraum und Publikum.

Mitwirkende

  • Ciril Horjak – Dr. Horowitz, Comicautor
  • Zoran Smiljanić, Comicautor
  • Musik: Zaa Zaa Trio (Jan Satler – Klavier, Manuel Schager – Violoncello, Paolo Vuono – Geige)

Ablauf

  1. 01Eröffnung der Ausstellung „Slowenische Comics im Wandel der Zeit“
  2. 02Podiumsdiskussion mit den Comicautoren Ciril Horjak – Dr. Horowitz und Zoran Smiljanić
  3. 03Musikalische Umrahmung: Zaa Zaa Trio – Vinko Globokar: Diction (1973/1985), Johannes Maria Staud: Terra fluida (2019), Ingrid Mačus: open to the wind (2026, Uraufführung)

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Programm →
15. Nov.So · 18 Uhr

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Ausstellung